Den Schlampen
— 17. September 2006Mit ein, zwei Drinks oder so
hat man ihr einst den Hof gemacht.
Ab Vierzehn ist’s erlaubt -
das war’s dann mit der Jungfernschaft!
Man kann recht leicht erraten,
wie ihre Jugend so verlief.
Es gibt dafür ein schönes Wort,
es lautet promiskuitiv.
Noch heute ist sie – Euphemismus:
so ganz und gar nicht menschenscheu,
denn sie bleibt – wenn auch sonst keinem -
zumindest den Prinzipien treu.
Man kennt es, man denkt sich,
wenn man sie sieht, irgendwie:
Ach, wär’ das Leben doch nur
genau so billig wie sie!
Geschrieben im Zug nach Frankfurt. Kritik erwünscht.
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20. September 2006
Ganz starke Vorstellung!
Ich warte auf weitere Veröffentlichungen!
6. Oktober 2006
Muss sagen, “Den Schlampen” wird bei jedem erneuten Lesen (noch) besser. Und, Promiskuität ist wirklich ein schönes Wort.
Einziger Kritikpunkt: Die Jugend beginnt, definiert man sie durch das Alter der jeweiligen, hier beschriebenen Person, doch erst mit 14 Jahren; “Deren” promiskuitives Dasein aber durchaus früher… Aber, da der Beginn der Jugend ja häufig auch durch den Beginn der Geschlechtsreife festgesetzt wird, passt eigentlich auch das.
Gebe Mars Memor Recht! Werde gemeinsam mit ihm warten…
4. August 2008
Also ich weiß nicht. Bloß weil das Fräulein ihr Sexualleben auslebt, heißt es ja noch lange nicht, dass sie ein schlechter Mensch ist. Ich finde sie sogar ehrlicher, als Menschen die an überalterten Prinzipien hängen. Dein Gedich an sich ist recht gut, und wie du promiskuitiv eingebracht hast ist ganz großes tennis. Die letzte Strophe weicht vom sonstigen Rhythmus sehr weit ab, und die Message dieser Strophe finde ich schräg.
Gruß
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