Die merkwürdigen Machenschaften der Familie K.

— 20. Januar 2007

Jeden Sonntag erscheint im Landkreis Aschaffenburg die kostenlose Zeitung “PrimaSonntag”. Das heißt, genauer gesagt erscheint sie nicht in dem Sinn, in dem eine Zeitung üblicherweise erscheinen sollte, sondern man bekommt sie eher ungefragt in den Briefkasten gestopft. Die Gestaltung des Blatts orientiert sich augenscheinlich an der “Bild”-Zeitung, während sein Inhalt aus wenigen redaktionellen Beiträgen, einigen wie redaktionelle Beiträge gestalteten Werbeanzeigen und sehr vielen Werbeanzeigen gewöhnlicher Aufmachung besteht. Eine Papierverschwendung frei jeden Anspruchs auf eine effektive Vermittlung von Informationen und daher so unnötig wie kalorienarme Tiefkühlpizza – so denken sicher viele. Dass jedoch längst nicht jeder dieser Meinung ist, beweist immer wieder aufs Neue “Familie K.”, die den Kleinanzeigenteil der “PrimaSonntag” zur Verbreitung ihrer politischen Botschaften zu nutzen pflegt. Bis zu fünf Anzeigen pro Woche schaltet sie in der Rubrik “Gesucht & gefunden” und wirbt dort inmitten von feilgebotenen Couchgarnituren und revolutionären Diätprogrammen für die freie Marktwirtschaft und eine kinderfreundliche Familienpolitik.

Neben der ungewöhnlichen Methode der Verbreitung trägt auch der Sprachstil, in dem die Anzeigen verfasst sind, sowie die bemerkenswerte Regelmäßigkeit, mit der die immer wieder gleichen Themen behandelt werden, dazu bei, dass “Familie K.” mittlerweile einige Stammleser gewinnen konnte. Um “Familie K.” auch über die Grenzen des Aschaffenburger Landkreises hinaus bekannt zu machen, habe ich einige Anzeigen von ihr eingescannt und werde eine Auswahl davon auf dieser Homepage veröffentlichen.

Familie K. - Note 6

Familie K. - Staatsschulden

Familie K. - Kindermachen

Familie K. - Tollheit

Familie K. - Werte Nikoläuse

 

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