Die merkwürdigen Machenschaften der Familie K.
— 20. Januar 2007Jeden Sonntag erscheint im Landkreis Aschaffenburg die kostenlose Zeitung “PrimaSonntag”. Das heißt, genauer gesagt erscheint sie nicht in dem Sinn, in dem eine Zeitung üblicherweise erscheinen sollte, sondern man bekommt sie eher ungefragt in den Briefkasten gestopft. Die Gestaltung des Blatts orientiert sich augenscheinlich an der “Bild”-Zeitung, während sein Inhalt aus wenigen redaktionellen Beiträgen, einigen wie redaktionelle Beiträge gestalteten Werbeanzeigen und sehr vielen Werbeanzeigen gewöhnlicher Aufmachung besteht. Eine Papierverschwendung frei jeden Anspruchs auf eine effektive Vermittlung von Informationen und daher so unnötig wie kalorienarme Tiefkühlpizza – so denken sicher viele. Dass jedoch längst nicht jeder dieser Meinung ist, beweist immer wieder aufs Neue “Familie K.”, die den Kleinanzeigenteil der “PrimaSonntag” zur Verbreitung ihrer politischen Botschaften zu nutzen pflegt. Bis zu fünf Anzeigen pro Woche schaltet sie in der Rubrik “Gesucht & gefunden” und wirbt dort inmitten von feilgebotenen Couchgarnituren und revolutionären Diätprogrammen für die freie Marktwirtschaft und eine kinderfreundliche Familienpolitik.
Neben der ungewöhnlichen Methode der Verbreitung trägt auch der Sprachstil, in dem die Anzeigen verfasst sind, sowie die bemerkenswerte Regelmäßigkeit, mit der die immer wieder gleichen Themen behandelt werden, dazu bei, dass “Familie K.” mittlerweile einige Stammleser gewinnen konnte. Um “Familie K.” auch über die Grenzen des Aschaffenburger Landkreises hinaus bekannt zu machen, habe ich einige Anzeigen von ihr eingescannt und werde eine Auswahl davon auf dieser Homepage veröffentlichen.





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22. Februar 2007
[...] Vor ziemlich genau einem Monat berichtete ich an dieser Stelle von den merkwürdigen Machenschaften der Familie K., die über den Kleinanzeigenteil einer kostenlosen Aschaffenburger Lokalzeitung (”Prima Sonntag“) ihre politischen Botschaften zu verbreiten pflegt. Zum besseren Verständnis dieses Phänomens gilt es nun die Frage zu beantworten, um wen es sich bei “Familie K.” eigentlich handeln könnte. [...]
4. April 2007
Jedesmal, wenn besagte “Prima Sonntag” oder auch andere private Zeitungen aus dem Raum A´Burg in meinem Briefkasten schlummern, freue ich mich wieder auf die netten (?), sinnlosen Nachrichten von Familie K.
Warum allerdings, wenn man doch mal etwas ändern muss, ändert nicht einmal Famile K. etwas? Das Geld für die sich stets wiederholenden Kurznachrichten könnte man auch in Kindergärten oder Stiftungen gegen Kindesmissbrauch o.ä. investieren…
Warum bettelt Fam. K. um eine “Urlaubsvertretung”, die für ein paar Wochen die Anzeigen übernimmt?
Wenn ich soviel Geld übrig hätte, dass ich soetwas finanzieren könnte, würde ich das in sinnvolle Aktivitäten stecken.
Mit Familie K´s Worten: MACHT NICHT NUR KINDER, SONDERN UNTERSTÜTZT SIE!!!
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