Fasching (ist für die Füße)
— 18. Februar 2007Es fällt mir schwer meine Meinung über Fasching auszudrücken. Wenn man in der Öffentlichkeit einen Behindertenwitz erzählt, findet sich meistens jemand, der einen unterbricht und sagt: “Also das finde ich jetzt aber nicht okay!” Ähnlich geht es mir mit Fasching. Eine innere Stimme sagt mir, dass Fasching irgendwie auch nicht “okay” ist. Ich sehe das so: Wenn das deutsche Spießbürgertum eine leckere Bohnensuppe wäre, dann wäre Fasching die daraus resultierende, unvermeidliche Anreicherung von Darmgasen. Doch das deutsche Spießbürgertum ist keine leckere Bohnensuppe, das deutsche Spießbürgertum ist ein riesiges Scheißesandwich, von dem wir, die wir nunmal in diesem Land leben, früher oder später alle ein Stück abbeißen müssen. Und als wäre Scheiße nicht schon ekelhaft genug, schiebt das Schicksal uns auch noch einen fetten Popel mit unters Toastbrot, und zwar Fasching.
Ich toleriere das, bin jedoch gleichzeitig nicht bereit es zu akzeptieren. Zum Zwecke des Aufbaus einer Gegenöffentlichkeit möchte ich deshalb eine Initiative wiederbeleben, die bereits vor einigen Jahren durchs Internet geisterte und damals nicht wenige Anhänger fand:

···
