Personalie des Tages

— 26. Januar 2008

Lars Göran Josefsson. Hauptberuflich CEO und Präsident von Vattenfall, einem führenden europäischen Energiekonzern, der, sofern nicht gerade mit der Vertuschung von Störfällen in deutschen Atomkraftwerken beschäftigt, Strom bevorzugt aus fossilen Brennstoffen gewinnt. Nebenberuflich arbeitet Josefsson für die Bundesregierung – und zwar als (Achtung, Pointe) Klimaschutzbeauftragter.

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Neuer „Prima-Sonntag“-Service: Bankdaten der Kleinanzeigenkunden im Internet abrufbar

— 10. Dezember 2007

Interessiert es Sie eigentlich, wer genau dieser „Er, 30 schlank, verh.“ ist, der eine „nette Sie“ für „gelegentliche erotische Treffen“ sucht? Nein!? Nun, vermutlich aber seine Frau. Dies würde zumindest erklären, wieso ein gewisser Ralf H. sich für eine Chiffre-Anzeige entschied, als er am 22. Januar 2007 das Onlineformular für Kleinanzeigen auf funkhaus-aschaffenburg.de ausfüllte. Augenscheinlich ging er davon aus, dass man seine persönlichen Daten vertraulich behandeln würde.

Ähnlich arglos schien „loewe.47“, der eine „Stammtischgründung für SM Liebhaber in AB“ anregte und zu dessen Fetisch es wahrscheinlich nicht gehört, dass seine Arbeitskollegen davon erfahren. Doch weil es nur zu billig wäre, an dieser Stelle ein „Best-Of“ skurriler Randexistenzen zu präsentieren, die ihre Freizeitinteressen über eine Kleinanzeige in den wöchentlich erscheinenden Aschaffenburger Anzeigeblättern „Prima-Sonntag“ und „Stadtzeitung“ mit der Welt zu teilen suchen, möchte ich gleich zur Sache kommen:

Die Namen, Adressen, Telefonnummern und Bankverbindungen all dieser Menschen findet man frei einsehbar im Internet, sofern man ein Mindestmaß an technischem Verständnis mitbringt und eine Suchmaschine bedienen kann. Absolut jeder, der seit Januar 2007 per Onlineformular eine Keinanzeige in den beiden erwähnten Zeitungen schaltete, ist davon betroffen. Die Anzahl der Einträge seit diesem Zeitpunkt ist vierstellig.

Doch damit nicht genug, denn auch eine große Zahl an über ein Kontaktformular verschickter Nachrichten kann eingesehen werden. So bietet zum Beispiel ein Angestellter eines einschlägig bekannten Großkonzerns sein Insiderwissen in Sachen Diskriminierung von Gewerkschaftsmitgliedern und Betriebsräten an. Vermutlich kann er gut darauf verzichten, dass sein Arbeitgeber davon erfährt.

Und auch wenn es mir eigentlich zuwider ist, derart verabscheuenswerte Schundblätter in ihrem Tagewerk zu unterstützen, ja: in dieser Oase der Verblödung einen Brunnen zu graben, auf dass sie auch weiterhin wachse und gedeihe, so möchte ich doch eins klar stellen. Es geht mir nicht darum die Verursacher zu schelten, sondern den Betroffenen zu helfen. Auch abseits dieses speziellen Falles bin ich der Meinung, dass Datenschutz ein Thema ist, dem die meisten Leute viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken.

Deshalb folgender Plan: Zeitgleich zum Erscheinen dieses Eintrags verlässt eine E-Mail meinen virtuellen Postausgang, die auf die Sicherheitslücke hinweist. Da die Lösung des Problems simpler kaum sein könnte, ist es wenige Minuten später aus der Welt geschafft. Lediglich dieser Text wird verbleiben und die Menschen fortan mahnen, mit ihren Daten und den Daten Dritter verantwortungsbewusster umzugehen. Somit hätten alle etwas gelernt – außer mir natürlich: Ich bleibe auch weiterhin das selbstgerechte Arschloch, das gerne mit dem Finger auf andere Leute zeigt.

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Review: Dresta – Augenlieder

— 19. November 2007

Dresta - Augenlieder

“Es gibt in der Rapgeschichte bald mehr ‘letzte’ Alben als Rapper – das ist ein mathematisches Problem. Man sollte einem Menschen, der einen halbwegs würdevollen Abgang versucht, nicht auch noch die Tür ins Kreuz schlagen – das ist ein moralisches Problem. Ich will die folgenden Worte deshalb mit Bedacht wählen. Wenn ‘Augenlieder’, das ‘letzte’ Album des Raportaz-Mitbegründers Dresta, ein Restaurant wäre, würde die Europa-Ausgabe des Restaurantführers ‘Zagat Survey’ schreiben: ‘Die Gravad-Lachs-Terrine an grüner Tomatillosauce ist über jeden Zweifel erhaben, der Brennnesselsalat mit Mango-Spalten hingegen: Erbarmen.’” - Die ganze Review lesen.

Subtext, Baby!

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Der Meisterdieb

— 12. November 2007

Der Meisterdieb

Quelle: Frankfurter Rundschau

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Review: Pimpulsiv – Hoetry

— 30. Oktober 2007

Pimpulsiv - Hoetry

“Junkies sind keine kaufkräftige Zielgruppe.”

Spricht es jetzt für oder gegen mich, dass mir der sozialverträgliche Einbau dieses Satzes in die Review nicht gelingen wollte? Es gibt ganz sicher Leute, die über Junkies das genaue Gegenteil behaupten. Aber die verkaufen auch Drogen.

Die Welt steckt voller Widersprüche und hier geht’s zur Review.

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Seminararbeit: Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft

— 21. Oktober 2007

Download: ‘Ludwig Erhard und die Soziale Marktwirtschaft’

Creative Commons

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Lokführerstreik, Fußnote

— 18. Oktober 2007

“Wir können uns die Forderung schlicht nicht leisten.”

- Hartmut Mehdorn, Vorstandschef der Deutschen Bahn AG
GDL-Forderung, Deutsche Bahn Vorstandsgehälter

Vgl. die Geschäftsberichte der Deutschen Bahn AG von 2005 und 2006 sowie http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,442655,00.html.

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Review: Pat Appleton – What’s next?

— 11. September 2007

Pat Appleton - What’s next?

Reviews, Reviews, Reviews! Dieses Mal: Pat Appleton. Zu finden wie immer hier.

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Review: Audio88 – Wer schweigt, gibt Recht

— 10. September 2007

Audio88 - Wer schweigt, gibt Recht

“Man ist ja einiges gewöhnt, als Deutschrapfan. Da wird im Kreis geboxt während der Mond ins Ghetto kracht, zum tausendsten Mal Messer auf Verbrecher gereimt, so mancher Homosexueller (zumindest fiktiv) angezündet und auf Sprache und Inhalt generell so wenig wert gelegt, dass man zeitweilig fast den Eindruck gewinnen könnte, eine Hirnamputation wäre für einen ambitionierten Rapper mittlerweile ähnlich unerlässlich wie eine verschleppte bis gepflegte Drogensucht für einen Rockstar.” – Die ganze Review lesen.

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Review: Kinderzimmer Productions – Asphalt

— 14. August 2007

Kinderzimmer Productions - Asphalt

“Trends bedeuten einen Scheiß. Gute Musik ist zeitlos und Liebe zur Sache die wichtigste Konstante in der Kunst. Den endgültigen ‘Durchbruch’ werden Kinderzimmer Productions zwar auch dieses Mal nicht schaffen, aber wenn man sieht, wer heute ganz oben steht: Will man da dann überhaupt noch hin?” – Die ganze Review lesen.

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